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Beten
Beten ist ein wesentlicher Ausdruck unseres Glaubens. Mit Gott reden und auf sein Reden hören – so pflegen wir unsere Beziehung zu ihm. Wenn wir beten, dass sein Wille geschehe, ermöglichen wir Gott, unser Leben zu leiten. Das macht Gebet aus. Jesus selbst hat viel gebetet. Von ihm können wir lernen, wie es geht. Gott möchte mit uns im Gespräch sein. Dabei spielt die konkrete Form eine untergeordnete Rolle. Er will Teil unseres Lebens sein und das Gebet ist unsere Möglichkeit dazu.
Eintauchen
Ich verabrede mich mit jemandem auf eine Tasse Kaffee, der mehr Erfahrung mit Gebet hat als ich. Ich lasse mir seine bzw. ihre Geschichte und Erfahrungen erzählen.
Lesen
Nimm dir Zeit, die folgenden Bibelstellen zu lesen. Was macht das mit deiner Vorstellung von Gebet?
- Jesus macht uns vor, wie wir beten können: Matthäus 6,5-15
- Wie wirkungsvoll Gebet sein kann, beschreibt Jakobus in Jakobus 5,16-18
- Gott freut sich, wenn wir mit den Anliegen, die unser Herz bewegen zu ihm kommen: Matthäus 7,7-11
- In Philipper 4,6+7 zeigt Paulus, dass aus einem aktiven Gebetsleben innere Gelassenheit und Frieden entstehen kann
- Und in Psalm 145,18 gibt Gott uns die Zusage, dass Gott uns nahe kommt, wenn wir uns an ihn wenden.
Reflektieren
- Hast du schon einmal erlebt, dass Gott dein Gebet erhört hat? Wie hat er das getan?
- Wozu betest du?
- Wie betest du?
Experimentieren
Nimm dir 2 Wochen lang jeden Tag 10-15 Minuten Zeit und besprich jeden Tag mit Gott einen Satz aus dem Vaterunser. Frage dich dabei: Was bedeutet das in meinem Leben? Was habe ich diesbezüglich schon erlebt? Was wünsche ich mir? Was wünscht sich Gott?
Gemeinsam beten
Es kann sehr bereichernd sein, mit meinen Gebeten nicht alleine zu bleiben. Deswegen: Triff dich einmal in der Woche mit anderen Personen zum Gebet. Zum Beispiel Montagsabends bei der Kleingruppe „Vor Gottes Thron“.
Bibel lesen
Durch die Bibel zeigt Gott uns, wer er ist und was er mit uns vorhat. Sie enthält Zeugnisse und Berichte von Menschen, die ihr Leben mit Gott verbracht haben. Über ihre Geschichten und Erlebnisse können auch wir heute verstehen, wie Gott ist, wie er mit uns Menschen umgeht und was sein Wille für uns ist. So kann uns die Bibel ermutigen, stärken, herausfordern und uns helfen, unsere eigene persönliche Beziehung zu Gott zu entwickeln. Wenn wir sie regelmäßig lesen und das Gelesene in Verbindung bringen mit unserem Leben, kann die Bibel zum Spiegel für unser Glaubensleben werden und zur Kraftquelle, um das Leben erfolgreich zu bestreiten.
Anfangen
Besorg dir eine gut verständliche Bibelübersetzung, wie zum Beispiel die „Gute Nachricht Bibel“. Du kannst sie als Buch lesen, digital (www.bibleserver.com) oder als App.
Überleg dir, was dich interessiert. Schlag im Inhaltsverzeichnis der Bibel nach und überlege, welches der 66 Bücher du gerne lesen möchtest. Für den Start können wir das Markus- oder das Johannesevangelium sehr empfehlen.
Oder du überlegt dir ein Thema, das dich interessiert und liest entsprechende Bibelstellen dazu. Hilfreiche Bibellesepläne findest du z. B. in der Bibel-App von YouVersion.
Beginne mit dem Gebet. Bitte Gott, dass er zu dir redet. Und dann fang an zu lesen. Lies einen kleinen Abschnitt und denke darüber nach. Und am nächsten Tag den nächsten.
Markieren
Trau dich, wichtige Verse farbig zu markieren. Fragezeichen oder Anmerkungen an den Rand zu schreiben. Schreib dir Aussagen oder Verse heraus, die dich berührt haben.
Vertiefen
Bibellesepläne oder Studienbibeln können beim Lesen hilfreiche Begleiter sein, um Aussagen besser zu verstehen. Vielen hilft es auch, die Bibel gemeinsam mit anderen zu lesen. Zum Beispiel mit unserer Kleingruppe „In einem Jahr durch die Bibel“.
Reagieren
Reagiere auf das Gelesene, indem du Gott antwortest. Sage ihm, wie es dir geht mit dem, was du gelesen hast und was dich bewegt. Und überlege dir, welcher konkreter nächster Schritt für dich nun folgt.
Reflektieren
- Warum liest du in der Bibel? Bzw. warum nicht?
- Wie kannst du vom Bibel lesen profitieren? In deinem Glauben? Im alltäglichen Leben?
- Wie kann das Lesen der Bibel für dich zu einer bereichernden, regelmäßigen Routine werden?
Stille finden
„Stille bereitet den Boden unseres Herzens vor, damit Worte, die Leben spenden, keimen und wurzeln können. Und wenn es dann Zeit ist etwas zu sagen, strömen unsere Worte wie Wasser aus einer leisen Quelle.“ (Richard J. Foster)
Unsere Zeit ist geprägt von einer Fülle an Informationen, Anforderungen, Begegnungen. Oft fehlt uns ein gesunder Rhythmus von Arbeit, Stille und Feiern. Damit unser Lebensalltag aber nicht einfach an uns vorbeirauscht, sondern in jedem Tag Tiefe und Sinn liegen, ist es gut, wenn wir uns regelmäßig Zeiten der Stille gönnen. Gott ruhte von seinen Werken am 7. Tag der Schöpfung und auch Jesus suchte regelmäßig Einsamkeit, um dort intensive Gemeinschaft mit seinem Vater zu pflegen.
Planen
Stille entsteht normalerweise nicht von selbst. Du musst sie wirklich wollen und dich bewusst dafür entscheiden. Überlege, wann du Zeiten einbauen könntest: Morgens oder abends, im Auto oder nach dem Mittagessen?
Eintauchen
Schalte alle elektronischen Geräte, die dich ablenken könnten, für diese Zeit aus. Konzentriere dich stattdessen auf deinen Atem. Z.B. mit dem Gebet „Ich überlasse mich ganz dir (ausatmen), Herr nimm du Raum in mir (einatmen).“ Deine Körperhaltung kann das unterstützen.
Oder konzentriere dich auf ein Wort (z.B. Frieden), ein Bild (z.B. Jesus, der Hirte), ein Symbol (z.B. Kerze), kleine Wunder der Natur.
Sortieren
Sortiere deine Tage, gestern und heute, mit Stichpunkten oder Symbolen. Gib alles im Gebet ab.
Entspannen
Lass die Gedanken einfach fließen und entspanne. Genieße und nimm die kleinen Dinge des Lebens bewusst wahr.
Ruhetag
Gott hat unserem Leben einen Rhythmus gegeben, der einen Tag Ruhe in der Woche vorsieht. Was ist dein Ruhetag? Wie möchtest du ihn gestalten mit Ruhe, Entspannung, Begegnung mit Gott, Begegnung mit anderen Menschen, Dingen die dir Freude machen?
Entscheidungen treffen
Gott will gefragt werden. Ihm ist es wichtig, dass wir die Entscheidungen in unserem Leben nicht auf eigene Faust treffen. Er wünscht sich, dass wir seine Sichtweise in unsere Überlegungen einbeziehen und uns nach ihr richten, weil es das Beste für uns ist. Was Gottes Wille ist, können wir vor allem dadurch erfahren, dass wir die Bibel immer besser kennen lernen und so erfahren, was Gott zu den verschiedenen Bereichen unseres Lebens denkt. Die Prinzipien Gottes in der Bibel helfen uns dabei, weise Entscheidungen zu treffen.
Und trotzdem nimmt uns das nicht jede Entscheidung ab. Oft überlässt uns Gott die Verantwortung, im Rahmen seines Willens Entscheidungen zu treffen. In solchen Fällen kann es helfen zu beten, wichtige Argumente abzuwägen, nahestehende Christen nach ihrer Meinung zu fragen und schließlich mutig zu entscheiden.
Es gibt keine Garantie, sich immer richtig zu entscheiden. Manchmal können selbst Entscheidungen, die sich für uns nicht richtig anfühlen, dem Willen Gottes entsprechen und umgekehrt. Aber wie immer wir uns entscheiden: wir haben einen Gott, der mit uns weiter geht.
Lesen
Nimm dir Zeit, die folgenden Bibelstellen zu lesen. Was sagen sie über die Entscheidungen vor denen du stehst?
- In Römer 12,2 beschreibt Paulus 3 wichtige Prüfkriterien für unsere Entscheidungen. Wir sollen uns fragen: Ist es gut? Hat Gott Freude daran? Ist es vollkommen?
- Timotheus 3,16 macht deutlich, dass die Bibel eine wichtige Richtschnur für unsere Entscheidungen sein möchte. Und dass sie uns darin stärken möchte.
- Wir Menschen haben nur eine beschränkte Sicht. Gott dagegen hat den ganzen Durchblick. Deswegen: Psalm 37,5.
- Wenn wir uns allein auf unseren Verstand verlassen, kann uns das manchmal in die Irre führen, wie Sprüche 3,5+6
- Und schließlich sagt uns Jakobus 1,5 zu, dass Gott uns in unseren Entscheidungen unterstützen möchte und mitgeht.
Reflektieren
- Welche wichtigen Entscheidungen musstest du bereits in deinem Leben treffen? Wie bist du dabei vorgegangen?
- Welche Entscheidungen stehen bei dir in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren an? Wie geht es dir mit diesen Entscheidungen?
- Welche Rolle soll für dich der Wille Gottes bei diesen Entscheidungen spielen? Wie möchtest du ihn herausfinden? Wie möchtest du ihn in deine Entscheidung einbeziehen?
- Denke an eine konkrete Entscheidung, vor der du stehst: Welche verschiedenen Möglichkeiten gibt es, sich zu entscheiden? Was sagt die Bibel dazu? Wie hat Gott auf dein Gebet reagiert? Was sagen andere Christen dazu? Welche Argumente sprechen für welche Möglichkeit? Wie wichtig ist dir welches der Argumente?
Inspirierende Predigten
Eine Woche, in der du alle Arbeit schaffst und genug Raum für Beziehungen und Ruhe hast – das wäre doch was, oder? Denn die Realität sieht oft anders aus: Hektik und Stress und keine Zeit für das wirklich Wichtige. Wie kannst du einen guten Rhythmus finden? Damit Leben mehr ist. Damit alles, was zum Leben gehört, seinen Platz findet. Gott zeigt es dir in der Schöpfungsgeschichte. Gott sieht. Gott trennt. Gott macht. Gott ruht. Gottes Art, die Welt zu erschaffen, ist eine Anleitung, eine gute Balance im Leben zu finden. Neugierig? Dann sei dabei und finde deinen Lebensrhythmus.
Literatur-Empfehlungen
Neun Wege, Gott zu lieben
So unterschiedlich wir Menschen sind, so unterschiedlich gestalten wir auch unser Glaubensleben. In seinem Buch „Neun Wege, Gott zu lieben“ beschreibt Gary Thomas 9 verschiedene Arten des geistlichen Lebens. Das Buch kann helfen seine eigene Art der Beziehungspflege zu Gott zu finden.
Bibliografische Angaben: Neun Wege, Gott zu lieben: Die wunderbare Vielfalt des geistlichen Lebens, SCM R.Brockhaus Verlag (Edition Aufatmen), Thomas Gary, L., ISBN 10: 3417266246
Dem Leben Flügel geben
„Dem Leben Flügel geben“ von Jörg Ahlbrecht ist ein Buch, das dir helfen kann, herauszufinden, welche geistlichen Übungen dir entsprechen und wie du sie im Alltag etablieren kannst.
Bibliografische Angaben: Dem Leben Flügel geben. Die Kraft von geistlichen Übungen im Alltag, Jörg Ahlbrecht, SCM R.Brockhaus Verlag (Edition Aufatmen), ISBN: 978-3-417-26810-2
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